Klagemänner und Klageweiber vereint im Chor
Pascale Meyer, Daniel Hagmann und Thomas Reck haben den ersten Schweizer Klagechor gegründet. Nun hat auch die Basler Bevölkerung die Möglichkeit, sich den Frust lustvoll von der Seele zu singen.
Es ist eine wundervolle Idee, individuelles Jammern und ernsthafte Klagen durch Gesang in einen kollektiven Akt zu transformieren. Ob dadurch die Träume farbiger werden, Uhren schneller gehen oder die Ozonwerte sinken scheint dabei sekundär. Trotzdem wird man wie beim kollektiven Daumendrücken darauf hoffen, dass manches Wort in Gottes Ohr fällt.
Felix Rudolf von Rohr, der Obmann des Basler Fasnachts-Comités, der den Chor nicht als Konkurrenz zur Fasnacht, sondern eher als neues Sujet wahrnimmt, freut sich in einem Interview mit dem Baslerstab (Ausgabe vom 11. Juni 2007), dass es nun ausser Klageweibern auch Klagemänner gebe; meint aber, dass die Klagesänger bei den Entscheidungsträgern nur Gehör fänden, wenn sie das entsprechende Stimmvolumen hätten.
Melodische Frustartikulation als kultureller Akt mit politischer Note: Das Projekt „Basel klagt“ muss man im Auge behalten. Mitmachen, mitsingen, zuhören und mitverfolgen!
Erster geplanter Auftritt: 22. September 2007, Basler Innerstadt
anlässlich des Basler Festivals für Stimmkunst „Lala blabla Pomme d’Adam“.
Der Link zur Website und zum Flyer:
„Basel klagt. The Complaints Choir of Basle“